Fede Taus ist Maler und bildender Künstler. Seine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld von Bild, Erinnerung und kultureller Konstruktion und untersucht visuelle Produktion als einen durch Übersetzung und mediale Vermittlung geprägten Prozess. Im Zentrum steht die Frage, wie Bilder zur Konstruktion von Wirklichkeit und kollektiven Narrativen beitragen.
Nach seinem Studium an der Universidad de Chile und als Meisterschüler bei Prof. Alba D’Urbano an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig entwickelte er eine Praxis, die kulturelle Abhängigkeit, die Repräsentation des Anderen und Landschaft als ideologisches Dispositiv reflektiert. Ausgangspunkt sind Bildarchive, deren Transformation die Bedingungen der Bildproduktion sichtbar macht.
Seine Malerei operiert als offenes System, in dem sich Dokument, Fiktion und Interpretation überlagern. Taus lebt und arbeitet zwischen Chile und Deutschland.